Aktuelle Ergebnisse: Zahlen zu Allergien bei der 15-Jahresuntersuchung

Von den insgesamt 3198 TeilnehmerInnen des 15-Jahres-Studienabschnitts wurde bei 1912 Probanden eine Blutuntersuchung auf verschiedene Allergene durchgeführt. Davon kamen 889 TeilnehmerInnen aus Wesel und 1023 aus München. Bei dem 6-Jahres-Studienabschnitt beteiligten sich 1962 und bei dem 10-Jahres-Studienabschnitt 1802 TeilnehmerInnen an der Blutuntersuchung (siehe Tabelle). Bei dieser Untersuchung werden Allergie-typische Antikörper gemessen, sogenannte Immunglobuline E (IgE). Sind solche spezifischen Antikörper vorhanden, spricht man von einer allergischen Sensibilisierung, d.h. man kann Reaktionen auf Allergene nachweisen.

Es wurden spezifische Antikörper gegen Inhalationsallergene (d.h. Allergene, die in die Lunge eingeatmet werden) z.B. gegen Tierhaare, Pollen, Milben und Nahrungsmittel (z.B. Ei, Milch, Weizen, Erdnuss, Soja) bestimmt. Seit der 6-Jahres-Untersuchung hat die allergische Sensibilisierung gegen Inhalationsallergene deutlich zugenommen (siehe Abbildung). Bei der 6-Jahres-Untersuchung waren noch 30% sensibilisiert, bei der 10-Jahres-Untersuchung 40% und bei der 15-Jahres-Untersuchung sind es inzwischen 46%. Die Sensibilisierung gegen Nahrungsmittel hat von der 6- zur 10-Jahres-Untersuchung von 13% auf 19% zwar zugenommen, ist zur 15-Jahres-Untersuchung aber wieder auf 12% gesunken. Der hier beobachtete zeitliche Verlauf und die Häufigkeit der allergischen Sensibilisierung gegen Inhalationsallergene und Nahrungsmittel sind typisch und vergleichbar mit den für die Bevölkerung in Deutschland bekannten Werten.

Das Vorliegen einer allergischen Sensibilisierung geht nicht zwingend mit dem Auftreten von allergischen Erkrankungen einher. In der folgenden Abbildung wird die Häufigkeit von ärztlich diagnostizierten allergischen Erkrankungen und deren Verlauf seit der Geburt bis zur 15-Jahres-Untersuchung dargestellt.

Die Erkrankungshäufigkeiten von Neurodermitis und Nahrungsmittelallergie sind zurückgegangen und liegen bei der 15-Jahres-Untersuchung jeweils nur noch bei 3%; bei Kindern bis zur Grundschule waren Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien noch die häufigsten allergischen Erkrankungen. Die Erkrankungshäufigkeit von Asthma und Heuschnupfen bleibt von der 10- zur 15-Jahres-Untersuchung relativ unverändert.

In nebenstehender Abbildung ist das gemeinsame Auftreten der allergischen Erkrankungen Neurodermitis, Nahrungsmittelallergie, Heuschnupfen (oder allergischer Schnupfen) und Asthma dargestellt. Für dieses Diagramm wurden nur TeilnehmerInnen berücksichtigt, bei denen im Alter von 11 bis 15 Jahren mindestens einmal Neurodermitis, Nahrungsmittelallergie, Heuschnupfen oder Asthma diagnostiziert wurde (25% aller TeilnehmerInnen). Der Durchmesser der Kreise entspricht der Erkrankungshäufigkeit. Die Überlappungsfläche zwischen zwei oder mehreren Kreisen entspricht der Häufigkeit des gleichzeitigen Auftretens dieser Erkrankungen. Wie schon in der vorherigen Abbildung gezeigt wird, ist die häufigste allergische Erkrankung Heuschnupfen, während Nahrungsmittelallergie, Neurodermitis und Asthma deutlich geringere Erkrankungshäufigkeiten aufweisen. 69% der TeilnehmerInnen hatten nur eine allergische Erkrankung, 25% hatten zwei allergische Erkrankungen und bei 6% wurden drei oder vier allergische Erkrankungen diagnostiziert. Heuschnupfen und Neurodermitis treten oft als einzelne allergische Erkrankung auf, während eine Nahrungsmittelallergie oder Asthma in den meisten Fällen mit Heuschnupfen oder Neurodermitis einhergeht.

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