Aktuelle Ergebnisse: Weitere Forschungsergebnisse zu Luftschadstoffexpositionen und Atemwegsinfekte, Übergewicht

Die bislang erhobenen Daten der GINI-Studie wurden in über 60 wissenschaftlichen Publikationen genutzt und haben nicht nur das Verständnis von Risikofaktoren für allergische Erkrankungen maßgeblich verbessert, sondern auch Einblick in begleitende Erkrankungen, Funktionseinschränkungen und Beschwerden gegeben. Zusätzlich zu diesen allergiebezogenen Hauptfragestellungen der Studie konnten verschiedene Nebenfragen beantwortet werden. Dazu sollen die folgenden Beispiele dienen:

Luftschadstoffexpositionen und Atemwegsinfekte: Im Rahmen der GINI-Studie haben wir auch Informationen zu Atemwegsinfektionen, wie z.B. Lungenentzündung, Mittelohrentzündung und Pseudokrupp erhoben, um prüfen zu können, inwieweit diese Erkrankungen das Immunsystem für eine nicht-allergische Abwehrreaktion prägen. In einer Sekundärdatenanalyse konnten wir diese Infektionserkrankungen allerdings auch dazu benutzen, um Luftschadstoffwirkungen zu analysieren. Dabei zeigte sich zusammen mit Daten von 10 weiteren europäischen Geburtskohorten, dass sich Luftschadstoffexpositionen offensichtlich auf das Auftreten von Lungenentzündungen während der ersten beiden Lebensjahre auswirken, sowie auch auf das Auftreten von Mittelohrentzündungen. Ferner gab es Hinweise, dass ein Teil der Kinder mit einer bestimmten genetischen Risikovariante besonders anfällig gegenüber Luftschadstoffexpositionen ist und mit Asthma und anderen Atemwegserkrankungen reagiert.

Übergewicht: Ein gesundes Wachstum ist in jeder Lebensphase ein guter Indikator für einen allgemein guten Gesundheitszustand. Um den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Asthma und später auch Lungenfunktion besser verstehen zu können, haben wir das Wachstum der TeilnehmerInnen über die Kindheit hinweg beobachtet. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Entwicklung von Übergewicht analysieren können. Dabei zeigte sich neben dem Geburtsgewicht als prädiktiver Faktor für Übergewicht im Alter von 10 Jahren, dass insbesondere Übergewicht um das 5. Lebensjahr einen besonders deutlichen Einfluss auf Übergewicht im Alter von 10 Jahren ausübt, unabhängig vom Relativgewicht in den vorhergehenden und den nachfolgenden Jahren. Des Weiteren wurde auch die Rolle von Kaiserschnittentbindungen auf das Wachstum während der ersten 10 Lebensjahre analysiert. Dabei zeigte sich, dass Kinder, die mit Kaiserschnitt zur Welt kamen, häufiger Übergewicht im Laufe der ersten 3 Lebensjahre hatten. Allerdings konnten die Längsschnittuntersuchungen auch belegen, dass diese erhöhten Risiken jenseits des 3. Lebensjahres nicht mehr zu beobachten waren. Diese Daten sprechen gegen die Spekulation, dass eine zunehmende Häufigkeit von Kaiserschnittentbindungen maßgeblich an der Übergewichtsepidemie beteiligt sein könnte.

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