Aktuelle Ergebnisse: Messung der Körperzusammensetzung

Im Rahmen der 15-Jahresuntersuchung wurde bei den GINI-TeilnehmerInnen eine Body-Impedanz-Analyse (BIA) durchgeführt. Mit dieser Untersuchung lässt sich die Körperzusammensetzung, das heißt der relative Anteil von Wasser, Fettgewebe und Muskulatur bestimmen. Die BIA liefert damit wertvolle Zusatzinformationen zu den klassischen Parametern wie Körpergewicht oder Body-Mass-Index (BMI), in den nur Gewicht und Körpergröße einfließen. So kann der BMI z.B. aufgrund eines guten Trainingszustandes, d.h. durch Zunahme des Muskelanteils, oder aber durch Zunahme des Fettgewebes erhöht sein.

Wie zu erwarten, haben in der GINI-Studie die Jungen ein höheres Körpergewicht als die Mädchen (im Mittel 65 kg gegenüber 59 kg), wobei bei beiden Geschlechtern große Unterschiede zu beobachten waren. Die meisten Jugendlichen der Studie, 85% der Mädchen und 80% der Jungen, waren normalgewichtig. Mädchen waren seltener über- und untergewichtig (10% und 5%) als Jungen (13% und 7%). Die BIA zeigte, dass das in den Geweben enthaltene, elektrolythaltige Körperwasser bei den Jungen im Mittel 36 Liter und bei den Mädchen 31 Liter betrug und damit 56% bzw. 54% des Körpergewichtes ausmacht.

Wie physiologisch zu erwarten, war die fettfreie Masse (Magermasse) des Körpers, bestehend aus dem Körperwasser, sowie Muskulatur, Organen und Skelettsystem, bei Jungen absolut und relativ gesehen höher als bei Mädchen; hier wurden bei Mädchen im Mittel 42 kg (72%) und bei Jungen 52 kg (81%) gemessen. Entsprechend war die Körperfettmasse bei Jungen niedriger als bei Mädchen (13 kg bei Jungen und 17 kg bei Mädchen).

Weiterhin kann mit Hilfe der BIA-Messung auch der Ernährungszustand beurteilt werden. Hierzu wird zum einen die Zelldichte und und zum anderen die Membranintegrität (mittels des Phasenwinkels) beurteilt: Schlecht ernährte oder weniger trainierte Zellen haben eine weniger dichte Membran und "verlieren" einfacher Nährstoffe und Zellwasser. Bei schlechter Ernährung ist auch die Summe aller aktiv am Stoffwechsel beteiligten Zellen (Body Cell Mass, BCM) kleiner als die Magermasse außerhalb der Zellen (Extra Cellular Mass, ECM), wie z.B. Kollagen, Sehnen oder Knochen. Die meisten Jugendlichen, etwa 80%, zeigen einen befriedigenden bis sehr guten Ernährungszustand, jedoch wurde bei etwa einem Fünftel der Jugendlichen nur ein ausreichender Ernährungszustand festgestellt.

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